Tiergestützte Therapie

Wie der Hund zum Menschen fand!

Tiere haben schon immer eine große Bedeutung für uns Menschen gehabt. Schon in früheren Kulturen begleiteten uns Tiere im menschlichen Leben. Tiere wurden symbolisch in Höhlenmalereien aufgezeichnet, sie spielten und spielen eine große Rolle in Mythen, Märchen und Religionen.

Der Mensch lernte von den Fähigkeiten des Hundes zu profitieren. Beide lernten über eine lange Zeitspanne eine Symbiose miteinander einzugehen, indem der Hund als Jagd-, Wach- und Hütehund diente. Im Austausch dazu erhielt der Hund regelmäßig Nahrung und wurde mehr und mehr zum sozialen Gefährten. Er wurde in die Hausgemeinschaft integriert und lebte mit dem Menschen zusammen, der ihm einen persönlichen Namen gab und ihn somit aus der Anonymität heraushob (dies geschah auch mit anderen Haustieren z.B. Kaninchen, Pferd, Katze). Eine Mensch-Hund Beziehung konnte sich entwickeln.

Der Hund führt uns Menschen heute durch sein Dasein die Natur ein Stück näher. Durch seine Bedürfnisse (z.B.) nach Aufmerksamkeit, Ansprache und Versorgung ist der Mensch gefordert einen geregelten Alltag zu führen und sich selbst zu organisieren. Der Hund wirkt der Einsamkeit entgegen und lässt Freude spürbar werden. Er hilft in Kontakt mit der Außenwelt zu treten und seine Treue bedanken wir mit Vertrauen und innerer Verbindung.

Tiergestützte Therapie – Tiergestützte Aktivitäten
Ein Tier begleitet durch Dialoge den heilenden Verlauf des Menschen
Die Tiergestützte Therapie / Aktivität versteht sich als ganzheitliche Aktion in die ein Tier gezielt in einem heilenden Prozess eingesetzt wird. Sie macht sich zu Nutzen, dass der Mensch von jeher das Bedürfnis hat eine Beziehung zur Natur (dem Tier) aufzubauen. Durch die Anwesenheit eines Tieres wird der Austausch mit dem Menschen bereichert und erleichtert, folglich können Körper, Geist, Seele und die soziale Kontaktbereitschaft gesund werden.

Da Tiere Prozesse in tiefen Schichten unseres Gehirns auslösen, lassen sie Szenen, Atmosphären, Gerüche, Emotionen und Sprache von Beginn an entstehen oder sie lassen erlebtes aus der Vergangenheit wieder erwachen. Zwischen Mensch und Tier können sich tiefe Beziehungen entwickeln die man in der Tiergestützten Therapie /Aktivität mit „Du-Evidenz“ bezeichnet.
Eine solche tiefe Beziehung macht sich die Tiergestützte Arbeit zu nutzen. Die Du-Evidenz besagt, dass das Tier zum „Du“ wird, also zum Partner, Kamerad, Freund und / oder Vertrauten.

Im pädagogisch / therapeutischen Kontext wird der Hund zum sozialer Katalysator, das heißt, er öffnet Türen die zuvor vielleicht verschlossen waren und findet einen Zugang zum Menschen. Er lässt das Eis schmälzen und der Mensch, egal ob klein oder groß, öffnet sich und kann sich mit seinen Gefühlen verbinden. Dabei darf nicht der Eindruck entstehen, dass der Hund der „Therapeut“ ist, diese Verantwortung liegt in der Zuständigkeit der therapeutisch-pädagogischen Fachkraft, die zielgerichtet, kompetent und qualifiziert den Prozess begleitet und initiiert.
Therapiehund Mira

Die Beaglehündin Mira ist 5 Jahre alt und hat die erforderliche Ausbildung zum Therapiebegleithund. Ihre Wesensmerkmale sind Aggressionslosigkeit, Menschenbezogenheit, Geduld und Gelassenheit.
Kaninchen Dino

Das Kaninchen Dino kommt ebenfalls oft zum Einsatz. Seine Körpergröße ist gerade richtig um es in die Hand, auf den Arm oder auf den Schoß zu nehmen. Es lässt sich gerne streicheln und berühren. Dabei schmiegt es sich mit seinem Körper an den Menschen an.